NachrichtenReportage

FILM ÜBER ISIS -SKLAVIN: BEI DIESER PREMIERE GAB ES TRÄNEN

Präsentation eines bewegenden und wichtigen Films voller Schmerz. Es geht um die Jesidin Najlaa Matto (34). Sie war ein Jahr in der Gefangenschaft der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (ISIS).

Die Macherin des Films: Düzen Tekkal (41). Die Filmemacherin, Journalistin und Menschenrechts-Aktivistin Tekkal begleitete die Protagonistin über einen Zeitraum von fünf Jahren. Tekkal kündigte schon bei der Premiere von „Jiyan! Die vergessenen Opfer des IS“ am Dienstagabend in Berlin an: „Das Thema des Films wird wehtun.“

Erst nach einem Jahr und acht Monaten kam Matto frei – und ging nach Deutschland. Tekkal ging mit ihr zurück in den Irak, begleitete sie in den Nordirak. Hier wurde Matto 2014 verschleppt, zusammen mit anderen Frauen und Kindern. Die Männer ihres Dorfes Kocho wurden von ISIS ermordet.

Tekkal will mit dem Film die grausame Erfahrung von Matto mit einem größeren Publikum teilen. Tatsächlich war Saal 1 im Berliner Kino International voll bei der Premiere. Während des Films hört man immer wieder Zuschauer schluchzen oder weinen.

Matto sitzt währenddessen neben Gerd Müller (64, CSU), Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Er sagt: „Es ist ein unglaubliches Schicksal, wir dürfen es nicht vergessen, insbesondere Vergewaltigungen als Kriegswaffe.“

Nach dem Film gab es eine Diskussionsrunde auf der Bühne. Mit dabei: Schauspielerin und Menschenrechtaktivistin Katja Riemann (56), Grünen-Chefin Annalena Baerbock (39), der Psychologe Jan Ijhan Kizilhan und natürlich Matto und Tekkal. Sie fordern mehr Sichtbarkeit für die Eziden, Unterstützung und Gerechtigkeit.

Ein Jahr lang war die Eziden  in Gefangenschaft der ISIS-Terroristen. Jetzt spricht sie erstmals über ihre Geschichte und fordert Gerechtigkeit.

„Diese Menschen brauchen Bühnen und Licht, weil sie die Heldinnen der Welt sind“, fordert Katja Riemann. Grünen-Chefin Baerbock: „Das Leben ist stärker als der Tod“.

Viele Zuschauer verließen das Kino mit Tränen in den Augen – aber auch mit einem Gefühl von Motivation.

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