NachrichtenReportage

Düzen Tekkal : „Die Täter müssen hart bestraft werden“

Interview: Sebastian Kempkens/ Zeit Online

Sie reiste fünfzehn Mal in den Irak, um den Genozid des IS an den Jesiden zu dokumentieren. Ein Gespräch mit der Filmemacherin Düzen Tekkal über die Zukunft der überlebenden Frauen.

DIE ZEIT: Frau Tekkal, in Deutschland leben etwa 1200 jesidische Frauen, die vor dem „Islamischen Staat“ flüchten mussten. Die meisten waren vorher versklavt und sind Zeuginnen eines Genozids. Welchen Beitrag können sie zur Aufklärung der Verbrechen des IS leisten?

Düzen Tekkal: Einen großen! Aus Deutschland kommen nach dem Irak die meisten Hinweise auf die Täter, bislang mehr als 200 Aussagen von Zeuginnen: Frauen, die selbst vergewaltigt wurden.

ZEIT: Im Oktober 2019 hat die Bundesanwaltschaft den Iraker Taha A.-J. von Griechenland nach Deutschland ausliefern lassen und ermittelt nun gegen ihn wegen Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Menschenhandel.

Tekkal: Das ist das europaweit erste Verfahren wegen des Genozids an den Jesiden, ein Meilenstein, den wir den überlebenden Frauen verdanken.

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